Wandern am Comer See, Lombardei, Italien

Der Comer See ist seit Jahren DAS Wanderparadies der norditalienischen Seenlandschaft …

Der Comer See ist mit seiner abwechslungsreichen Landschaft einer der schönsten Seen des Alpenraums, darüber gibt es keinen Zweifel. Er bietet seinen Besuchern so viel Spielraum in Sachen Freizeitgestaltung, dass die Bergwelt zwar gelobt aber noch wenig genutzt wird. Für die meisten sind die Comenser Berge nur Statisten für ein – zugegeben – atemberaubendes Landschaftsbild.

Wanderführer für den Comer See 2018NEU: Dieser Wanderführer richtet sich auch nicht in erster Linie an die naturverbundenen Bergprofis, die nicht früh genug morgens zum Berg aufbrechen können, und schon gar keinen Wanderführer brauchen. Nein! Er ist vielmehr an die Urlauber gerichtet, die bisher die bergige Natur gemieden haben wie die Katze das Wasser. Er soll Mut machen, die Bergwelt hier am Comer See zu erkunden, die traumhaften Ausblicke zu entdecken und dabei die Natur, so wie sie hier ist, nämlich in allen Belangen beeindruckend und unvergleichlich, kennenzulernen.

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Die Auswahl der einzelnen Berg- und Wandertouren ist sehr ausgewogen und orientiert sich weitgehend an den Fähigkeiten, die Gelegenheitswanderer in der Regel mitbringen. Die Schwierigkeitsgrade reichen von einfach bis geübt, ganz wie Sie ihr Können und ihre Ausdauer einschätzen. Wesentlich schien uns die Eigenschaft der Touren, auch für Familien mit Kindern geeignet zu sein. Dieses Kriterium konnte wohl bis auf ein bis zwei Ausnahmen realisiert werden. Der höchste Berg am See – der Monte Legnone – könnte technisch gesehen für kleinere Kinder und untrainierte bzw. ängstliche Naturen zur Sackgasse werden. Vorsicht walten zu lassen oder eine Tour frühzeitig abzubrechen ist keine Schande, Bergsport soll schließlich Spaß machen und Erfolgserlebnisse vermitteln. Angst, Erschöpfung und Gefahr müssen nicht sein, ein langsames Herantasten auch an schwierigere Touren bildet behutsam die eigenen Stärken aus und sorgt zukünftig für viel Freude in den Bergen.

Natürlich sind auch alle anderen eingeladen, diesen Wanderführer zu lesen, sich darin Anregungen für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung hier am Comer See zu holen und ihr Urlaubsprogramm mit der einen oder anderen Wanderung zu ergänzen. Der Comer See wird, nachdem Sie ihn zum ersten Mal von oben gesehen haben, nicht mehr der gleiche sein. Er wird an Ansehen gewinnen, vollkommener erscheinen und in Ihren Erinnerungen unvergesslich bleiben. An den heißen Sommertagen sind die Berge rund um den Comer See ein begehrtes Ausflugsziel der Italiener. Die meisten Parkplätze hinauf zu den Gipfeln bzw. zu den Piani (Hochtäler, – ebenen) sind belegt, z.T. überbelegt. Das Phänomen ist schnell erklärt: viele Italiener, auch aus den nahen Metropolen wie Como, Lecco und v.a. Mailand fahren am Wochenende mit den Autos in (eigentlich auf) die Berge, den Grill im Gepäck, den Vino Rosso sicher verstaut. Wahre Großfamilien feiern abseits der Straße unter freiem Himmel das Wochenende, einen Feiertag oder einen Geburtstag. Überall stehen Picknicktische zur Verfügung, die Rifugi bieten typische traditionelle Gerichte an. Nicht jedoch der Berg steht für die meisten im Mittelpunkt, sondern das süße Leben, das hier typisch italienisch zelebriert wird. Jetzt wird auch klar, warum auf so viele Berge eine geteerte Straße führt, meist auch zum Gipfel. Zur Erklärung: es gibt einige hervorragende italienische Bergsteiger, überhaupt Sportler, keine Frage. Aber in der Breite ist der Italiener kein Freizeitsportler, er steigt nicht einfach mal so auf einen Berg oder fährt mit dem Fahrrad z.B. in der Pian di Spagna herum. Nein, es gibt (fast) nur die sportliche Höchstleistung oder eben gar nichts. So trifft man in den Bergen hauptsächlich ausländische Wanderer, auch mal eine Schulklasse oder einen Schäfer, italienische Bergfreunde sucht man eher vergebens. Wenn, dann sind diese in den örtlichen Alpenvereinen organisiert, die wiederum ein reges Vereinsleben pflegen und viele Ausflüge in die umliegende Bergwelt unternehmen. Einmal im Jahr kümmern sie sich um die Pflege der Wanderwege, beseitigen die Winterschäden oder entwickeln neue Wandertouren.